Webstatistik in Datenbank speichern

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Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon schmidtsmikey » 23.07.2008, 19:43

Hallo,

gibt es eine Möglichkeit bzw. ein Tool, mit dem man Webstatistiken in eine Datenbank speichern kann? Es gibt ja bekanntlich Tools wie webalizer oder awstats, welche die Logdateien auswerten und Statistiken in Form von HTML-Seiten generieren. Das Problem aber ist, dass die Statistiken für einen gewissen ZEitraum (1 Jahr) begrenzt sind.

Ich suche nach einem Webstatistik-Tool, welches optimalerweise die Daten in einer Datenbank speichert, damit die Statistiken auch über einen gewissen Zeitraum hinaus abrufbar sind.

Kennt jemand eine entsprechende Alternative? Ich suche übrigens keinen Statistik-Dienst. Da ich einen Root-Server habe, kann ich Tools installieren, die Logdateien konfigurieren und die MySQL-Datenbanken frei verwenden.

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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon Jensomio » 24.07.2008, 06:31

libapache2-mod-log-sql-mysql << dieses Modul schreibt soweit ich weiss die apache logs in die MySQL Datenbank. Ich glaube das ganze kannst du dann mit "Logfile Analyzer" dann auswerten. Google mal ein bischen danach
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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon Jensomio » 07.06.2012, 22:54

Logst du in die Datenbank? Bzw hattest du das mal ausprobiert? Würde mich nur interessieren. Ich schau mir gerade meine alten Postings an :)
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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon schmidtsmikey » 25.06.2012, 16:48

Ne, Awstats speichert die historie in Textfiles. Da ich die Webdateien regelmäßig sichere, ist das auch in Ordnung. Außerdem hatte ich einfach noch nicht die Zeit dazu...

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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon chillmensch » 20.04.2013, 15:50

Hi Meik,

ich nutze persönlich das OpenSource Tool Piwik. Ist vergleichbar mit Google Analytics, nur zum selber hosten und - richtig konfiguriert - datenschutzkonform. Ansonsten besteht natürlich die Möglichkeit, auch den Apache Webserver in eine Datenbank loggen zu lassen.

Gruß
Patrick
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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon schmidtsmikey » 22.04.2013, 07:07

Danke für den Link. Werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen, wobei ich mit dem bisschen Statistik zufrieden bin. Nutze ja nebenher noch Analytics, was einfach richtig gut ist und 0 Arbeit macht. Für gestresste Admins eine tolle Sache...

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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon chillmensch » 22.04.2013, 07:12

Google Analytics ist aber datenschutzrechtlich umstritten. Bei Piwik hat man diesen Aspekt selber in der Hand. Datenschutz Konformität wird bei Piwik durch teilweises maskieren der IP Adresse erreicht. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit der Lösung, tracke damit 3 Webseiten.
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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon schmidtsmikey » 22.04.2013, 07:27

Datenschutz steht noch in der Schwebe. Das stimmt. Das Problem ist ein möglicher Personenbezug durch die IP-Adresse. Ich durfte mich in meiner Bachelor-Thesis damit beschäftigen. Laut Bundesdatenschutzgesetz heißt es, dass verhindert werden muss, mit einem verhältnismäßigen geringen Aufwand einen Personenbezug herstellen zu können. Einige Gerichte sagen aber, dass allein die Möglichkeit, anhand der IP-Adresse einen Personenbezug herzustellen, den Datenschutz verletzt.

Aber mal im Ernst: versuche mal anhand einer IP-Adresse und einem Datum, eine Person ausfindig zu machen!

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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon chillmensch » 22.04.2013, 07:51

Das Problem besteht nicht unbedingt darin, dass die IP selber personenbezogen ist (was sie durchaus bei statischen IP Adressen sein kann), sondern das durch eine Verknüpfung mit anderen Daten (z.B. Login Protokollen) auf den Benutzer zurück geschlossen werden kann. Meldest du dich bei einem Google Dienst an, weiß Google, welche IP Adresse du aktuell verwendest, setzt ein Cookie und kann dich über weitere Seiten, die z.B. Google Analytics verwenden, tracken und damit detaillierte Benutzerprofile erstellen.
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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon schmidtsmikey » 22.04.2013, 09:13

Hehe...wenn an dieser Vorgehensweise gerüttelt wird, kann Google sein Geschäftsprinzip überdenken. Nicht ohne Grund gibt es EINEN Google-Account für VIELE Dienste wie

Mail,
Kalender,
Android-Apps,
Analytics,
Picasa,
Youtube,
Google+

und und und ... Allein bei den genannten Diensten wird jedem klar, wie viel Google über einen bestimmten Nutzer weiß.

Aber hast Du mal in die AGB geschaut? Dein geschildertes Problem mit Analytics betrifft ja nur die Personen, die bei Google angemeldet sind. Normale, nicht angemeldete Internet-Nutzer betrifft es nicht. Und ich wette, dass Google die Nutzung explizit anfordert. Macht Amazon genauso...

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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon chillmensch » 22.04.2013, 10:26

Wie du schon gesagt hast, die IP/Personenbezug Problematik steckt in der Schwebe. Aber z.B. bei statischen IPs, die man durchaus auch als Privatperson noch haben kann, wird das Problem ersichtlich. Oder per nslookup lässt sich bei Personen, die aus einem Firmennetz heraus surfen, häufig die jeweilige Firma herausfinden.
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Re: Webstatistik in Datenbank speichern

Beitragvon schmidtsmikey » 22.04.2013, 10:50

chillmensch hat geschrieben:Aber z.B. bei statischen IPs, die man durchaus auch als Privatperson noch haben kann, wird das Problem ersichtlich.

Die gewünschte Information (Wer steckt hinter der IP-Adresse) lässt sich nur mit erhöhtem Aufwand (bsp. ISP kontaktieren, die aber gesetzlich keine Daten herausgeben dürfen) durchführen. Ob die IP-Adresse sich ändert, ist zweitrangig. Letztendlich bedeutet es nur, dass man ein und dasselbe Procedere in einem kürzeren oder längeren Zeitraum (24 Stunden oder mehrere Monate/Jahre) anwendet.

Oder per nslookup lässt sich bei Personen, die aus einem Firmennetz heraus surfen, häufig die jeweilige Firma herausfinden.

Die Firma ja, aber keine Person. Und beim Datenschutz steht die Person im Mittelpunkt.

Und wie bereits erwähnt, zieht das Argument mit dem angemeldet Google-Account auch nicht, da man sehr wahrscheinlich die AGB akzeptiert. Und laut BDSG ist bei personenbezogenen DAten eine explizite Willensäußerung erforderlich, was dadurch erfüllt ist.

Bleibt abschließend nur die Frage ob relative (nur mit erhöhtem Aufwand) oder absolute Bestimmbarkeit (theoretische Möglichkeit) der IP-Adresse offen. In meinen Augen ist es quasi unmöglich, an die Informationen des Providers heranzukommen. Also spricht erst einmal nicht viel gegen Google Analytics...


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