Oooookay, d.h. die Platte schafft es sich nach langer Zeit DOCH sich zu initialisieren, und dann hast du recht, das sieht nach HW-Defekt aus. Entweder Oberflächenschaden oder schwacher Schreib-/Lesekopf (oder beides

).
Auf jeden Fall besteht so die geringe Möglichkeit doch noch mit DIY Daten zu retten (wenn auch riskanter als wenn es ne Firma machen würde).
Vorgehen:
Was du brauchst:
-Ein PC
-ein zusätzliches Netzteil
-eine HDD auf die du klonen kannst (ohne FS, direkte 1:1 Kopie)
-eine Linux-Live-CD (ich nutze sehr gern
grml) die angeschlossene Platten nicht mountet!
-Kühlmöglichkeit für die Platte! Halt sie kühl! Lüfter daneben stellen oder so
-Die defekte HDD ggf seitlich hinstellen. Andere Ausrichtung kann Vorteile bringen.
Was du tun musst:
-Die defekte Platte an das zusätzliche Netzteil hängen und mit dem PC in MHDD booten
-Wenn du in MHDD bist, die defekte Platte mit Strom versorgen und warten bis sie initialisiert ist
-Das extra Netzteil ist dazu da, das die Platte bei Neustarts nicht auch Stromtot wird und neu initialisieren müsste, lässt sich aber auch noch anders einsetzen
-Wenn sie endlich erkannt wird (kein BSY mehr), in grml-CD booten
-USB-Stick für Log-Dateien des Klon-Programms anschließen und mounten
-ins Verzeichnis des Sticks wechseln (oder beim nächsten Schritt den Pfad der Log direkt angeben)
-defekte Platte auf gute Platte klonen mit "ddrescue --force /dev/sdX /dev/sdY logdatei.log" (sdX/sdY logischerweise anpassen, lassen sich gut mit "cat /proc/partitions" finden)
-Beten das die Platte nicht bei Leseproblemen wieder in BSY verfällt oder ganz aussteigt
Gib der Platte Zeit, wenn sie mit wenigen 100kb/s sichert wär das immernoch toll, hauptsache sie liest!
Die Logdatei die du ddrescue anlegen lässt, ermöglicht dir, das ganze mit STRG+C auch einfach abzubrechen und später mit dem selben Befehl wieder zu starten (ddrescue wertet dann die Logfile aus und sieht was es schon kopiert hat und was nicht).
Das ermöglicht dir auch, den Befehl im Verlauf anzupassen (mit "ddrescue -i 200M [...]" kannst du z.B. sagen das er bei 200MB lesen soll. Er schreibt dann natürlich auch auf der Klonplatte den richtigen Bereich). Wenn du auf Bereiche stößt, die Lesefehler/Error haben, kann es helfen diese Bereiche erstmal mit Hilfe des "-i" um 1-2GB zu überspringen, damit der Kopf durch die defekten Bereiche nicht (noch weiter) beschädigt wird.
Es kann durchaus sein, dass du die Platte 1-2 Nächte laufen lassen musst, aber alles hängt davon ab wie gut sie noch mit dir spricht, achte darauf, gerade zu beginn. Wie gesagt, schnell lesen wär toll, lesen im Bereich um 100kb/s ist auch toll, hauptsache er liest kontinuierlich.
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Gruß,
Zuujin